Tipps und Tricks

Digitale (nicht nur) „Enkeltricks“

E-Mail ist eine fabelhafte Erfindung. Man erreicht einander schnell und problemlos und ist, anders als beim Telefonieren, nicht darauf angewiesen, dass Gesprächspartner in einem bestimmten Moment „am Apparat“ sind.

Das haben auch Unternehmen erkannt und für Werbung oder auch Rechnungsverkehr genutzt – und das haben auch dubiose Abzocker erkannt und für ihre Zwecke genutzt. Und dabei werden sie von Monat zu Monat raffinierter. Überaus professionell schicken sie Zahlungsaufforderungen, die sich von echten kaum mehr unterscheiden, und wenn die Adressaten auch noch aus dem Kundenstamm der Firmen, für die sie sich ausgeben, gestohlen sind (das ist alltäglicher, als Sie glauben!), dann ist beim täglichen Überangebot der eingehenden (Werbe-) E-Mails der erschreckende Gedanke „Oh, da muss ich etwas übersehen haben!“ und das schnelle Öffnen des Anhangs und nachfolgendes Zahlen schon vorprogrammiert.

Je weniger jemand mit diesen Medien „aufgewachsen“ ist, desto besser funktioniert der Trick. Doch so, wie man bei einem Anruf der Art: „Hi, Oma, ich bin’s!“ erst einmal stur nachfragen sollte: „Wer genau?“, so gibt es auch bei diesen E-Mails einen recht guten Weg, die Fälschung zu erkennen.
Beispiel: Im Betreff steht „Zahlungsaufforderung“ oder „Letzte Mahnung“. Schauen Sie sich den Absender an, und zwar nicht den angegebenen Namen, sondern die echte E-Mail-Adresse! Da steht beispielsweise „Postbank“, aber dahinter „<postbank@abrakadabra.pl>“ oder „<smith.myers@abraxas.co.uk>“ – und nicht etwa info@postbank.de, also ein Absende-Server, der mit der genannten Firma nichts zu tun hat.

Und dann? Umschalttaste+Return wirft die E-Mail weg unter Umgehung des Papierkorbs. Gute Nacht, Abzocker!